Wechselatmung
Die Wechselatmung ist seit vielen Jahrhunderten bekannt, vor allem aus dem Yoga. In der Beschreibung klingt sie zunächst komplizierter, als sie ist. Aber lass‘ dich davon nicht abhalten. Schon nach ein paar Runden kannst du in einen guten Flow kommen.
Hintergrund
Die Wechselatmung, auch als Nadi Shodana bekannt, stammt aus dem Pranayama, einer Atemtechnik aus dem Yoga. Sie hilft, das autonome Nervensystem zu regulieren, indem sie das Gleichgewicht zwischen dem sympathischen (aktivierenden) und parasympathischen (beruhigenden) Nervensystem unterstützt. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass diese Technik Stress reduziert, die Herzfrequenz variieren kann und das allgemeine Wohlbefinden steigert.
Position und Dauer
Dauer: ca. 4-5 Minuten
Position: Sitzen.
Anleitung zur Übung
- Setze dich bequem in eine aufrechte Haltung, bspw. auf einen Stuhl oder in den Schneidersitz auf den Boden.
- Lege deine linke Hand entspannt auf deinen linken Oberschenkel.
- Nutze deine rechte Hand, um mit dem Daumen dein rechtes Nasenloch sanft zu verschließen.
- Atme langsam durch das linke Nasenloch ein – gleichmäßig und tief.
- Schließe nun auch das linke Nasenloch mit dem Ringfinger der rechten Hand, halte den Atem für zwei Sekunden an.
- Löse den Daumen und atme langsam durch das rechte Nasenloch aus.
- Halte den Atem wieder für zwei Sekunden an, nachdem du ausgeatmet hast.
- Atme nun durch das rechte Nasenloch ein, halte wieder zwei Sekunden inne.
- Löse den Ringfinger, um das linke Nasenloch zu öffnen, und atme langsam durch das linke Nasenloch aus.
- Halte erneut für zwei Sekunden inne.
- Wiederhole diesen Wechsel für etwa vier Minuten in einem gleichmäßigen Rhythmus.
Wirkung
Diese Atemübung hat eine ausgleichende Wirkung. Sie hilft, innere Unruhe zu reduzieren, emotionale Schwankungen auszugleichen und den Geist zu beruhigen. Gleichzeitig verbessert sie die Konzentration und schafft eine bewusste Verbindung zum eigenen Atem.
Mögliche Intention
Starte mit einer Intention wie: „Ich komme in Balance und spüre Gelassenheit.“ Diese bewusste Ausrichtung verstärkt die Wirkung der Übung.
Hinweis: Breathwork kann auf jede Person anders wirken. Menschen, die schwanger sind, an Epilepsie (oder an einer anderen Erkrankung des Gehirns), Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder schwerwiegenden psychischen Störungen (z. B. Schizophrenie) leiden, sollten diese oder ähnliche Atemübungen nicht durchführen. Konsultiere im Zweifel eine Fachperson.